Übernahme von Schönheits-OPs durch die Krankenkasse

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Krankenkassen bezeichnen Schönheitsoperationen in der Regel als kosmetische Eingriffe, die keine medizinische Notwendigkeit haben. In der Regel werden die Kosten dafür nicht übernommen. In welchen Fällen können aber Kosten übernommen werden, wenn eine solche OP der Gesundheit dient? Wann können die Kosten von der Krankenkasse übernommen werden?

Kostenübernahme

Ein behandelnder Arzt, der bei einem staatlichen Unternehmen angestellt ist, das mit den gesetzlichen Krankenkassen kooperiert, stellt durch ein erstes Beratungsgespräch statt, dass es sich bei der vorgesehenen OP um einen medizinisch erforderlichen Eingriff handelt. Er erstellt anschließend einen Arztbericht mit einem Antrag an die gesetzliche oder private Krankenversicherung, die Kosten für den Eingriff zu übernehmen. Die Krankenkasse entscheidet anhand ihrer Richtlinien, ob bei dem vorgesehenen Eingriff eine medizinische Notwendigkeit vorliegt. In diesen Fällen erstellt der medizinische Dienst der Krankenkasse ein psychologisches Gutachten.

Einzelleistungen

Brustvergrößerungen werden von Krankenkassen normalerweise abgelehnt. Wird jedoch ein Brustaufbau nach einer Erkrankung an Krebs notwendig, kann die Krankenkasse die Kosten übernehmen. Die Gesundheitskassen können auch die Kosten für die Korrektur an zu großen Brüsten (ab Körbchengröße F) oder asymmetrischen Brüsten übernehmen. Viele Krankenkassen verordnen in solchen Fällen Krankengymnastik.

Korrekturen an Nasen und Ohren werden von den Kassen übernommen, wenn es sich zum Beispiel um die Korrektur funktioneller Störungen des Nasenraumes handelt. Die Kosten für die Behandlung von abstehenden Ohren werden bis zur Einschulung ohne Einschränkung und bis zum zwölften Lebensjahr bei Vorliegen bestimmter Voraussetzungen getragen.

Macht eine zu große Ansammlung von Fettzellen eine Fettabsaugung erforderlich, wird diese von den Kassen als Korrektur anerkannt. Hinzu kommt die Behandlung von Ekzemen und offenen Stellen. Auch Veränderungen der Haut und der anschließende Verschluss einer Wunde werden von Kassen übernommen. In bestimmten Fällen kann auch die Korrektur von Narben oder eine Bauchstraffung von den Kassen übernommen werden.… Mehr lesen

Beliebte Schönheitsoperationen

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Schönheitsoperationen sind in ganz Deutschland auf dem Vormarsch. Allerdings verändern sie nur die äußere Hülle eines Menschen. Der Wahn nach Perfektionismus und Selbstzweifel können dadurch nicht wegoperiert werden. Jährlich legen sich etwa 140.000 Deutsche auf den Operationstisch. Hiervon sind die meisten Frauen, die ihr Äußeres verändern wollen.

Beliebteste Schönheitsoperationen

Etwa 22 Prozent aller Schönheits-OPs waren Brustvergrößerungen bei Frauen, wie sich aus der Statistik der Deutschen Gesellschaft für Ästhetisch-plastische Chirurgie (DGÄPC) ergibt. Der verband hat insgesamt im ersten Halbjahr 2014 1.326 Patienten anonym befragt. Der größte Teil der Frauen nahm die Brustvergrößerung durch ein Implantat vornehmen.

Bemerkenswert ist, dass sich auch immer mehr Männer einer Schönheitsoperation unterziehen. Immerhin bestanden etwa 14,7 Prozent der befragten Patienten aus Männern, wobei der „Männeranteil“ leicht gesunken war. Bei Männern standen Lidstraffungen mit 18,5 Prozent sowie Fettabsaugungen mit 17,4 Prozent und Botox-Behandlungen mit 10,8 Prozent an erster Stelle. Während Nasenkorrekturen früher noch häufig nachgefragt wurden, gingen diese insgesamt zurück und wurden nur noch von etwa jedem zwanzigsten Mann vorgenommen.

Platz zwei der Schönheitsoperationen bei Frauen belegt die Lidstraffung mit 15,7 Prozent. Lidstraffungen werden auf unterschiedliche Weise vorgenommen. Einerseits erfolgt der Eingriff durch einen Schnitt, mit dem überschüssige Haut und Fett entfernt werden, wodurch dann alles straff wird. Eine andere Methode ist das Lasern, um ein Augenlid zu straffen.

Die Plätze drei und vier werden von Fettabsaugung und Faltenunterspritzung belegt. Eine gezielte Absaugung von Fett ist zwar ziemlich teuer und noch dazu mit Nebenwirkungen versehen, weshalb viele noch davor zurückschrecken. Immerhin wird die Fettabsaugung von 13,1 Prozent der Frauen durchgeführt. 11,8 Prozent lassen ein Facelifting durch eine Faltenunterspritzung durchführen. Diese geschieht durch Eigenfett, Polymilchsäure beziehungsweise Implantate.

Weitere beliebte Schönheits-OPs

Botoxbehandlung und Bruststraffung zählen zu den weiteren Plätzen.

#Botox
Bei einer Behandlung durch Botox wird das Nervengift Botulinum gespritzt, wodurch die Haut straffer und glatter wird. Allerdings besteht die Gefahr, dass ein Gesicht anschließend steif wirkt und jegliche Mimik unterbleibt.

#Bruststraffung
Bei einer Bruststraffung werden Haut- und Fett entfernt, wodurch die Brust wieder straff wird. 11,5 Prozent entfallen auf Botoxbehandlung, während 8,3 Prozent der Befragten eine Bruststraffung durchführten.

#Facelifting
Sieben Prozent der Befragten ließen ein Facelifting durchführen, bei dem überschüssige Haut entfernt und diese gestrafft wird.

#Brustverkleinerung
Auch Brustverkleinerungen werden von fünf Prozent durchgeführt, weil große Brüste oft zu Rückenbeschwerden führen oder einfach „hässlich runterhängen“.

#Nasenkorrektur
Auch die Nase zählt bei vielen Frauen zur eigenen Kritik, wobei 4,8 Prozent der Operationen sich mit einer neuen Nase befassten.

#Bauchdeckenstraffung
Eine Bauchdeckenstraffung, bei der Fettgewebe und überschüssige Haut entfernt werden, wurde noch von 3,6 Prozent der Befragten durchgeführt.… Mehr lesen

Operative Behandlungsmöglichkeiten bei Adipositas

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Adipositas – Behandlung durch operative Verfahren

Wenn Sport und Ernährungsumstellung im Kampf gegen Übergewicht versagt haben, kann eine bariatrische Operation in Erwägung gezogen werden.

Viele Kliniken haben sich mittlerweile auch auf die Behandlung von Patienten mit Stoffwechselbegleitkrankheiten (Diabetes mellitus) und ausgeprägter Adipositas spezialisiert. Aufwendige Umwandlungs- und Revisionsoperation sowie gängige OP-Verfahren erfolgen auf höchstem medizinischen Niveau. Die seit Jahren bewährte OP-Technik ist ein Garant für maximale kosmetische Ergebnisse, schnelle Genesung, minimales Operationsrisiko und minimierte perioperative Schmerzen. Eingesetzt werden zwei gängige operative Methoden.

Magenbypass

Bei diesem chirurgischen Eingriff wird eine Magentrennung vorgenommen, um einen kleinen Vormagen zu bilden. Circa 60 Zentimeter hinter dem Zwölffingerdarm erfolgt eine Durchtrennung des Dünndarms. Das Ende wird mit dem Vormagen verbunden. Dadurch werden bei der Nahrungsaufnahme der obere Dünndarm sowie der Zwölffingerdarm umgangen.

Die Resorptionsstrecke des Dünndarms wird verkürzt und das Magenvolumen verringert. Nur wenige, besonders erfahrene Chirurgen hierzulande sind fähig, diesen komplexen chirurgischen Eingriff ohne einen größeren Bauschnitt vorzunehmen.

Magenschlauchresektion

Bei dieser OP handelt es sich um ein restriktives Verfahren. Der Magen wird drastisch verkleinert. Meist werden 4/5 des Magens entfernt. Es verbleibt ein schlauchförmiger Restmagen. Entfernt wird der Magenteil, in welchem das wesentlich an der Entstehung von Adipositas beteiligte Hormon Ghrelin gebildet wird. Da der Patient nur kleine Nahrungsmengen aufnehmen kann, verliert er Gewicht.

Welche der beiden Methoden ist für mich optimal geeignet?

Welche Methode optimal geeignet ist, hängt von verschiedenen Faktoren (persönlichen Wünschen, Begleiterkrankungen, Umfang des Übergewichts) ab. Daher ist es unumgänglich mit dem behandelnen Chirurgen persönlich abzuklären, inwiefern behandelt werden soll.

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Zu viel Geld für falsche Behandlungen

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Deutschland ist nicht das gesündeste Land Europas. In Deutschland wird nicht zu wenig Geld in die medizinische Versorgung investiert. Zuviel Geld wird für falsche Therapien ausgegeben.

Nur von Geld allein wird niemand gesund

Das kostenintensive Gesundheitssystem hierzulande ist nicht automatisch leistungsfähiger als ein preiswertes. Deutschland investiert EU-weit den Löwenanteil des Bruttoinlandsprodukts ins Gesundheitswesen. Das Notfallversorgungsnetz ist effizient und engmaschig, die meisten Pfleger und Ärzte erbringen sehr gute Leistungen und fast alle Krankenhäuser sind gut. Vielversprechende Bedingungen also. Trotzdem landet Deutschland im europäischem Vergleich nur im Mittelfeld. In einigen Bereichen droht akute Abstiegsgefahr.

Die maroden Strukturen im deutschen Gesundheitswesen funktionieren, aber nicht zum Patientenvorteil. Der Fisch stinkt sozusagen vom Kopf her. Das vorhandene Budget wird von der Regierung verwaltet. Einen generelles Konzept, wie sich die Gesundheit der Bürger verbessern lässt, existiert allerdings nicht. Eine ortsnahe Gesundheitsversorgung ist begrüßenswert, einige Kliniken allerdings bieten das gesamte medizinische Leistungsspektrum an: Masse statt Klasse.

Übertherapie und Überdiagnostik dominieren

Aktuelle Auswertungen der OECD und der EU-Kommission liefern konkrete Erklärungen dafür, warum Deutschland von Platz 1 der gesündesten Länder Europas weit entfernt ist. Hier gibt es mehr als die doppelte Anzahl Kernspin-Geräte , mehr Ärzte als anderswo und europaweit die meisten Krankenhausbetten. Deutschland führt die Liste der Operationen in den Bereichen Gelenkersatz an Knie und Hüfte, Bypass-Operationen und Herzkatheter-Untersuchungen an. Dies sind nur wenige Beispiele für Überdiagnostik und Übertherapie.

Trotz Unterversorgung in strukturschwachen und ländlichen Gegenden existiert ein Angebotsüberfluss. Die unübersehbaren Folgen des florierenden Gesundheitsmarktes lässt die Kassen klingeln, ohne dass es den Patienten besser geht.

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